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SPD-Fraktion setzt auf neue Wohnmodelle in der Ortsmitte

Mehr als 3 Mio. Euro Fördergelder stehen für die städtebauliche Erneuerung im Sanierungsgebiet „Südlich der Fils“ zur Verfügung. Die in diesem Rahmen bereits umgesetzten und in den nächsten Jahren anstehenden Maßnahmen konnten die Mitglieder der SPD-Fraktion bei ihrem jüngsten Vor-Ort-Termin zahlreichen Interessierten, darunter auch Kandidatinnen und Kandidaten der Bürgerliste der SPD, erläutern.

An der Heidenheimer Straße, auf dem alten TSV-Areal und an der J.-G.-Fischer-Straße stehen attraktive Flächen zur Verfügung, die sich für den Bau von Mehrfamilienhäusern, aber auch für alternative Wohnformen wie Bauherrengemeinschaften oder Mehrgenerationenhäuser bestens eignen, sagte Udo Rössler. Für Ute Schäfer und Fabian Borgia muss vor allem bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Reiner Scheifele betonte, dass sich trotz des Wohnungsdrucks Neubauten in gewachsene Strukturen einfügen müssten. Eberhard Herrmann sieht das jüngst beschlossene, sehr massive Bauprojekt mit 17 Wohneinheiten an der Ecke J.-G.-Fischer-Straße/Hofstraße zwar weiterhin kritisch; die Überlegungen der Verwaltung zur Neugestaltung des Kreuzungsbereichs und eine damit mögliche Zurücksetzung des Gebäudes nach Osten seien aber ein richtiger Ansatz.

Tobias Kielkopf, Projektentwickler bei der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft, begrüßte beim Vor-Ort-Termin die Initiative der SPD-Fraktion, einen Bericht zur Gründung einer kommunalen Wohnbaugesellschaft zu beantragen. Die Gesellschaft könnte sich um Bau, Bewirtschaftung, Verwaltung und Vermarktung eigener Wohnimmobilien in Süßen kümmern. Insbesondere die dringend erforderliche Sanierung der knapp 60 städtischen Wohnungen wäre so möglicherweise besser zu organisieren. Die SPD-Fraktion hatte zwar 2017 im Haushalt mehr Mittel für Renovierungsmaßnahmen durchsetzen können; der Sanierungsstau im Volumen von rund 3 Mio. Euro ist aber gewaltig.