SPD drängt auf Plätze für Kurzzeitpflege und Weiterführung der Sprach-Kitas

Die Süßener SPD fordert mit Nachdruck ausreichende Plätze für die Kurzzeitpflege in den Räumen der bisherigen Helfenstein-Klinik in Geislingen. Die verzweifelte Suche nach solchen Plätzen nach Krankenhausaufenthalten ist für Betroffene nicht mehr akzeptabel, so der Tenor in der letzten Vorstandsitzung des SPD-Ortsvereins vor Weihnachten.

Udo Rössler verweist auf den Widerspruch, dass die Liegezeit im Krankenhaus verkürzt werden soll, aber dann bei einer sich anschließenden Kurzzeitpflege Angehörige und vor allem ältere Alleinstehende in große Not kommen. „Es muss rasch gehandelt werden, damit die Defizite bei Kurzzeitpflegeplätzen im Kreis Göppingen beseitigt werden“, so Rössler. Die SPD schließt sich mit dieser Forderung dem Stadtseniorenrat Süßen an.

Auch die notwendige Entwicklung einer Nachfolgekonzeption für das Sprach-Kita-Bundesprogramms für die betreffenden Kindergärten beschäftigt die Vorstandsmitglieder. Reiner Scheifele berichtet von seinen Gesprächen mit dem Träger des Evang. Kindergartens in der Marktstraße und der zuständigen Fachkraft, deren Stelle bislang aus dem Bundesprogramm finanziert wird. In der Einrichtung ist der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund hoch. Eine Nachfolgelösung müsse von der Landesregierung nun zügig erarbeitet werden, um für Familien und Träger Klarheit zu schaffen.

Nach Mitteilung der SPD-Bundestagsabgeordneten Heike Baehrens hat der Bund das Programm bis Ende Juli 2023 verlängert und eine weitere Förderung der frühkindlichen Bildung bis 2024 im Rahmen des Kita-Qualitätsgesetzes zugesagt, um Zeit für eine Weiterentwicklung des Sprach-Kita-Programms durch die Länder zu geben. Eine Nachfrage Scheifeles bei der SPD-Landtagsfraktion hat ergeben, dass die SPD im Landtag eine kleine Anfrage zum Sprach-Kita-Programm in Baden-Württemberg stellen wird.