Fraktion

SPD-Argumente gegen unfaire Bauförderung überzeugen

Wer möchte nicht gerne Familien beim Bauen unterstützen? Eine städtische Förderung ist gut, wenn davon alle profitieren. Sie ist ungerecht, wenn sie nur wenigen zu Gute kommt. Deshalb ist es richtig, dass der Gemeinderat jetzt die im Mai beschlossene Kaufpreisermäßigung für Bauplatzinteressenten im neuen Wohngebiet Rabenwiesen V zurückgenommen hat. Mit großer Mehrheit und den Stimmen aus allen Fraktionen. Von der Förderung in Höhe von rund 240.000 Euro hätten 36 Familien profitiert, während weitaus mehr Familien, die andernorts in Süßen bauen oder ein Haus renovieren weiter leer ausgegangen wären. Fair ist das nicht! Darauf hatten wir schon im Mai hingewiesen, als die Verwaltung dem Gemeinderat die Bauplatzsubventionierung vorgeschlagen hatte. Der Verzicht auf diese Sonderförderung ist auch deshalb konsequent, weil Süßen nachhaltig sparen und möglicherweise auch Leistungen, die alle Familien betreffen, auf den Prüfstand stellen muss. Man kann nicht wenige Familien mit 240.000 Euro fördern und dann den vielen anderen Belastungen zumuten. Wir wollen das jedenfalls nicht!
Schon vor sechs Monaten hatten wir übrigens auf das von der Bundesregierung beschlossene Baukindergeld aufmerksam gemacht, von dem alle bauwilligen Familien profitieren. Wer seine erste Immobilie kauft oder baut, kann mit 1.200 Euro vom Staat rechnen – und zwar pro Kind und Jahr. Erfreulich, dass dieses Argument gegen eine Extra-Bauförderung in Süßen jetzt auch bei allen im Gemeinderat angekommen ist.