Fraktion

Anwohner wehren sich gegen massive Bauweise

SPD Ortsverein Süßen

Die Anlieger der Scharnhorst- und Gneisenaustraße in Süßen wehren sich gegen den Bebauungsplan „Am Bierkeller“. Der Planentwurf mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen* soll östlich der Hornwiesen-Grundschule u.a. den Bau zweier Einzelhäuser auf einer Fläche von 1900 m² ermöglichen. Bei einem Vor-Ort-Termin der SPD-Gemeinderatsfraktion Süßen mit knapp 40 Teilnehmern erläuterte Thomas Czinsky den Stadträten Ute Schäfer, Fabian Borgia, Eberhard Herrmann und Udo Rössler die Einwände gegen die Planung. Die Anwohner stören sich vor allem an den großen Baufenstern (400m²), die massive Wohngebäude befürchten lassen, die nicht zur angrenzenden Bebauung passen. Für die benachbarten Grundstücke seien 1998 Baufenster von maximal 150 m² festgelegt worden. Auch die Erschließung der beiden Grundstücke über die Gneisenaustraße werfe Probleme auf, zumal dadurch der Zugang zur Hornwiesen-Grundschule durch eine „grüne Öffnung“ sowie viele Anwohnerparkplätze entfielen. Absolut nicht nachvollziehbar sei zudem, dass laut Bebauungsplanentwurf Schank- und Speisewirtschaften in diesem Bereich zugelassen werden sollen. Der Fraktionsvorsitzende Udo Rössler machte deutlich, dass die SPD im Februar aus guten Gründen gegen den Bebauungsplan gestimmt habe: „Bei knappen Bauflächen und hoher Nachfrage ist eine so großzügige Wohnbebauung für wenige nicht vertretbar.“ Die SPD-Fraktion werde im weiteren Verfahren Änderungen des Bebauungsplans, insbesondere den Ausschluss gewerblicher Nutzungen und die Anlage eines Fuß- und Radweges in Verlängerung der Gneisenaustraße beantragen. Fabian Borgia und Ute Schäfer wollen den Wunsch der Anwohner nach einem Bolzplatz im südöstlichen Bereich der Schule aufgreifen. Eberhard Herrmann ermutigte die Anwohner Anregungen, Kritik sowie Informationen aus Gesprächen mit der Stadtverwaltung mit den Stadträten zu teilen: „Nur so können wir uns ein umfassendes Bild machen und im Gemeinderat Ihre Anliegen vertreten.“

*Der Name des Bebauungsplans bezieht sich auf einen im Süden des Plangebiets gelegenen ehemaligen Bierkeller.